Rheinzabern lieferte, was Herxheim versprochen hat: richtiges Crosswetter. Am Samstag sahen die Teilnehmer:innen des Gravelrennens schon ordentlich gezeichnet aus, und der immer wiederkehrende Regen am Renntag sorgte dafür, dass die Strecke immer schwerer zu befahren war. Im technischen Teil der Strecke gab es einige Abfahrten, die immer tiefer und schwerer zu kontrollieren waren. Wo es runter geht, geht es natürlich auch bergauf, und auch diese Abschnitte verlangten immer mehr Kraft von den Teilnehmenden, sodass gegen Nachmittag viele absteigen und laufen mussten. Die Wettervorhersage schreckte ein paar wenige ab, allerdings waren die meisten Startfelder auch in Rheinzabern immer noch sehr gut besetzt.
Der Renntag begann in der Masters-Kategorie bereits mit Regen, sodass am Start ein paar unzufriedene Gesichter zu sehen waren. Aber mit dem Startpfiff lag der Fokus auf dem Rennen. In der Masters-2-Klasse setzte sich direkt Tobias Kurz (Radsport Rhein-Neckar) ab, ihm folgten Marcus Bangert (TV Baiersbronn) und Benny Meyers (Endspurt Mannheim). In Abwesenheit von Ronald Friedrich (Pfeil Magstadt) im Gelben Trikot bot sich für Kurz die Chance, das Führungstrikot zu übernehmen. Dafür benötigte er einen Sieg, und dementsprechend ließ er nichts anbrennen. Auch wenn der Vorsprung auf Bangert nie riesig groß wurde, zeigte sich, dass er das Rennen kontrollieren konnte und so ungefährdet zum Sieg fuhr. Dahinter kam Bangert ebenso ungefährdet als Zweiter ins Ziel, ihm blieb nur der „ewige zweite“ Platz. Der dritte Rang war deutlich umkämpfter. Clemens Mühsinger (Endspurt Mannheim) und Christophe Kern (VC Nord Alsace) schlossen zu Meyers auf und konnten ihn letztendlich distanzieren, sodass Kern auf Rang drei ins Ziel kam.
In der Masters-3-Kategorie bekam Dirk Hemmerling (Team Recon) dieses Mal einen Gegner, der ihn bereits gelegentlich schlagen konnte. Bernd Pfeiffer (SRS) hatte sich in die Startliste eingetragen und Hemmerling dieses Jahr bereits in Vaihingen besiegt. In Rheinzabern ließ Hemmerling aber nicht viel anbrennen, übernahm direkt das Kommando und fuhr vorneweg. Pfeiffer konnte ihm nicht folgen und musste sich mit Philippe Petithory (AC Bischwiller) und Dirk Fuxius (Team Recon) im Kampf um die Podiumsplätze auseinandersetzen. Am Ende war er hier der Schnellste und kam vor Petithory auf Platz zwei.

Bei den Masters 4 kam Dirk Hockauf (Cycle.Invest) mit einem zehnten Platz von der Masters-WM am Vortag in Varese nach Rheinzabern gereist. Er zeigte auch hier, dass er gut in Form ist und bundesweit zu den besten Crossern seiner Altersklasse gehört, denn er holte sich den vierten Sieg im vierten Rennen. Hinter ihm konnte Walter Antoni (TSV Neupotz) seine Erfahrung ausspielen und fuhr auf den zweiten Rang – sein bestes Ergebnis in diesem Jahr. Anton Ballat (VC Steinmaur) blieb nach zwei zweiten Plätzen dieses Mal nur der dritte Rang.
Die kritischen Gesichter vom Start verwandelten sich bei fast allen Teilnehmenden in Lachen – ein Bild, das an diesem Tag öfter zu sehen war. Am Ende waren es richtige Crossrennen bei richtigen Crossbedingungen. Mit ihren Siegen verteidigten Hockauf und Hemmerling auch ihre Führungstrikots.
In der U15 ging es direkt weiter mit der Familie Kern, denn hier trägt Tom Kern (VC Nord Alsace) das Gelbe Trikot. Er konnte in Herxheim die Führung übernehmen und in Heidelberg verteidigen. Sein größter Konkurrent ist allerdings Hannes Sprenger (SC Hausach), der einmal aussetzen musste, aber seine bisherigen zwei Rennen gewann. So lief es auch in Rheinzabern: Sprenger übernahm früh die Führung und gab sie nicht wieder her. Dahinter machten Hugo Wenzel (RV Mehlingen) und Tom Kern ebenfalls ein gutes Rennen und belegten die Podiumsplätze. Für Kern reicht es damit, in Führung zu bleiben. Er liegt sieben Punkte vor Sprenger.
Bei den U15-Mädchen waren dieses Mal sieben Teilnehmerinnen am Start, darunter Greta Kunz (VfR Baumholder), die Vorjahressiegerin der U15, Klara Moll (SC Wiesensteig), die Vorjahressiegerin der U13, und Anna Rapp (RSC Wörth), Trägerin des Gelben Trikots und Siegerin in Heidelberg. Die drei platzierten sich am Ende auch auf dem Podium. Mit dem dritten Platz hinter Moll und Kunz bleibt Anna Rapp weiterhin in Führung und liegt nun zwölf Punkte vor Camille Werner (VC Darmstadt), die dieses Mal das Podium verpasste.

In der männlichen U17 gab es in Herxheim bereits ein sehr spannendes Rennen, und auch in Rheinzabern wurde es richtig eng. Bereits früh im Rennen setzte sich eine Dreiergruppe ab: Ben Jakob Kunz (VfR Baumholder), Lukas Young (Golazo Young Lions) und Linus Sturm, Lokalmatador des RSV Rheinzabern. Die drei gestalteten das Rennen von vorne. Im Finale musste Kunz abreißen lassen und fuhr am Ende auf einen guten dritten Rang. Auch das Rennen um den Sieg schien entschieden: Die beiden Spitzenreiter fuhren mit etwa 15 Metern Abstand auf die Hürden zu, übersprangen beide sauber, sodass Young mit einem Vorsprung auf die lange Zielgerade einbog und das Tempo anzog. Doch von hinten kam Sturm immer näher und schaffte es tatsächlich, auf den letzten Metern vorbeizugehen. Beide zeigten ein tolles Rennen und waren ausgepumpt im Ziel.



Für die U11 und U13 ging es dieses Mal wieder auf die Laufstrecke. Knapp 60 Kinder standen in den vier Klassen an der Startlinie. Bei den Mädchen war Karlotta Layer (TC Backnang) die schnellste Läuferin und durfte als Erste in das Radrennen starten. Dort wurde sie am Ende jedoch von Lea Tschacher (Mithras Schwarzerden) eingeholt und durfte sich über den zweiten Platz freuen. Dritte wurde zum dritten Mal Enni Kurz (SV Reudern). Bei den Jungen war Till Holle (RSC Wörth) der schnellste Läufer vor Laurin Sticha (Team Pfälzer Land) und Erik Nenke (Eintracht Frankfurt). Die drei machten auch das Radrennen unter sich aus: Holle holte sich den vierten Sieg im vierten Rennen vor Sticha und Nenke.
In der U11 der Jungen wird die Rennserie aktuell vom RSV Wörth dominiert. So ging es auch in Rheinzabern weiter. Erster nach dem Laufen war dieses Mal jedoch nicht Levi Kölders (RSC Wörth), sondern Jona Kölders. Doch im Radfahren drehte sich die Reihenfolge erneut, und Levi Kölders gewann das vierte Rennen der Saison vor Jona. Auf dem Podium stand mit Matteo Haben ein weiterer Fahrer des RSC Wörth, sodass alle drei Podiumsplätze an den Verein gingen.
Bei den Mädchen war Rosa Weiß (RV Gomaringen) vor Elisa Schaller (SC Hausach) die schnellste Läuferin, vor Delia Schubert (RV Kandel). Im Radrennen konnte sich Zoe Leveringhaus (RSV Seeheim) noch nach vorne arbeiten und auf den zweiten Platz fahren. Damit blieb für Schaller Platz drei und für Schubert Platz vier. Das Gelbe Trikot blieb damit bei Leveringhaus. Bei den Jungen führt weiterhin Levi Kölders. In der U11 führt Till Holle bei den Jungen und Lea Tschacher bei den Mädchen.
In der Hunt Nachwuchs Team Trophy geht es an der Spitze ebenfalls eindeutig zu: Der RSC Wörth führt mit 539 Punkten vor dem RSV Seeheim. Dieser liegt bei 239 Punkten. Doch dahinter geht es eng zu, denn der SC Hausach folgt mit 214 Punkten, MSC Mithras Schwarzerden mit 213 Punkten. Auf Rang fünf liegt der RV Kandel mit 181 Punkten. Hier gibt es also für die Vereine noch viele wichtige Punkte zu holen in den verbleibenden zwei Rennen.

Die drei Hobbyrennen wurden dieses Mal aufgeteilt. Die Herren U40 und Herren Ü40 gingen gemeinsam an den Start, die Hobby-Damen später mit den anderen Frauenklassen.
In der Hobby-U40-Kategorie fehlte mit Malte Knöll (AC Weinheim) der Mann im Gelben Trikot, dafür standen die anderen Podiumskandidaten alle an der Startlinie. Bereits in der ersten Runde setzte sich Lutz Staake (VC Darmstadt) gemeinsam mit Damian Braton (Endspurt Mannheim) ab. Dahinter nahm eine Gruppe um Tobias Zappe (RSC Groß-Umstadt) und Levente Petak die Verfolgung auf. Doch nur Henrico Mächtel (RadUnion St. Johann) konnte Braton folgen, musste sich am Ende aber geschlagen geben und erreichte den zweiten Rang. Der dritte Platz ging an Staake vor Petak. Tobias Zappe musste das Rennen leider sturzbedingt aufgeben – gute Besserung an dieser Stelle.
In der Kategorie über 40 Jahre ist das Rennen um den Gesamtsieg in diesem Jahr besonders eng. Nachdem Andreas Rath in Heidelberg sein Gelbes Trikot abgeben musste und die Spitze nun innerhalb von drei Punkten lag, war Spannung garantiert. Jens Klaus (RV Mehlingen) übernahm durch einen Sieg in Heidelberg das Gelbe Trikot. Doch in Rheinzabern gab es den dritten Sieger im vierten Rennen, denn Michael Weick holte sich seinen ersten Sieg der Saison. Andreas Rath kam als Zweiter ins Ziel und Jens Klaus erreichte den dritten Platz. Damit führt nun Michael Weick mit einem Punkt vor Jens Klaus.

Die Hobby-Damen starteten in Rheinzabern im folgenden Rennen gemeinsam mit der Frauen-Elite, der weiblichen Jugend U17, den Juniorinnen U19 und den Masters-Frauen. Insgesamt gingen so 31 Fahrerinnen an den Start.
Bei den Masters-Frauen kehrte Birgit Jüngst-Dauber (FSC Bad Endbach) zurück. Sie gewann im letzten Jahr die Gesamtwertung und viele Tageswertungen. So war es auch in Rheinzabern: Sie siegte vor Julia Nikolopoulos (Team Recon) und Christine Hemmerling (Team Recon). Das Gelbe Trikot bleibt bei Nikolopoulos.
Bei den Hobby-Damen waren die beiden stärksten Fahrerinnen des Jahres am Start. Julia Schwenk (RSV Heidelberg) gewann in diesem Jahr bereits drei Rennen und liegt in der Gesamtwertung vor Agnieszka Raczkowska in Führung. Der dritte Platz ist hart umkämpft zwischen Justine Dambacher (RV Mehlingen) und Susanne Koch (Orient Mainz). So lief auch das Rennen in Rheinzabern ab. An der Spitze fuhren Schwenk und Raczkowska, dahinter war Justine Dambacher positioniert. Der Sieg ging letztendlich an Julia Schwenk. Damit feierte sie ihren vierten Sieg im vierten Rennen. Raczkowska stand zum dritten Mal im vierten Rennen auf dem zweiten Platz. So führt Schwenk jetzt mit elf Punkten Vorsprung.
In den beiden Nachwuchsklassen dieses Rennens standen dieses Mal größere Starterinnenfelder an der Linie als bei den vorherigen Veranstaltungen. In der weiblichen Jugend waren insgesamt zehn Fahrerinnen dabei, darunter Folkemina Sauer (RSV Seeheim) im Gelben Trikot und Lina Lohrmann (Bike Aid), Siegerin in Herxheim. Das Rennen wurde jedoch von Louison Ohl (VC Eckwersheim) dominiert. Sie ging das Rennen von vorne an und mischte sogar im Feld der Elite-Frauen respektabel mit. Sie gewann am Ende deutlich. Platz zwei ging an Laya Manz (RSC Neustadt), die bei ihrem Debüt in diesem Jahr direkt das Podium erreichte. Folkemina Sauer zeigte, dass sie auch in einem so großen Feld mithalten kann, und erreichte den dritten Rang. Lina Lohrmann verpasste dieses Mal als Vierte das Podium.

Bei den Juniorinnen waren dieses Mal vier Sportlerinnen am Start. Lisa Koch (RVC Reute) konnte in dieser Saison bereits überzeugen, indem sie bisher jedes Rennen gewann. Auch in Rheinzabern konnte sie sich erneut durchsetzen. Sie holte den Sieg vor Zoe Zwanzig (Mainzer RSV), die nun insgesamt drei dritte Plätze vorzuweisen hat. Der dritte Rang ging an Claire Henrion (Entente Cycliste Thaonnaise), und den vierten Platz belegte Maja Lachmann (Frischauf Neuhausen).
Damit blieb aus diesem Rennblock noch das Elite-Rennen der Damen. Auch dieses war quantitativ und qualitativ gut besetzt. In den bisherigen drei Rennen gab es drei verschiedene Siegerinnen: Diana Steffenhagen (Team Radsport Nagel) in Baiersbronn, Theresia Schwenk (RSV Heidelberg) in Herxheim und Lisa Heckmann (VC Darmstadt) in Heidelberg – und alle drei standen auch in Rheinzabern am Start. Bereits früh setzten sich Heckmann und Schwenk gemeinsam ab und absolvierten die technischen Passagen zusammen. Im Laufe der zweiten Runde übernahm jedoch Schwenk die Führung und setzte sich von Heckmann ab. Der Vorsprung blieb zunächst auf Sichtweite. Auf den letzten beiden Runden machte Schwenk dann aber alles klar, setzte sich deutlich ab und holte den Sieg vor Heckmann. Dahinter duellierten sich Maria Shertiuk und Diana Steffenhagen. In den Abfahrten schloss Shertiuk immer wieder auf, musste Steffenhagen auf den physischen Passagen jedoch erneut ziehen lassen. Dies nutzte Steffenhagen und erreichte am Ende den dritten Rang. In der Gesamtwertung bleibt sie damit in Führung und liegt nun 15 Punkte vor Schwenk, die auf den zweiten Rang vorrückte. Dahinter liegen Estelle Petithory (AC Bischwiller) und Juliane Schmidt (RSV Falkenfels Bühlertal) punktgleich auf Rang drei.

Zum Abschluss stand noch das Rennen der Junioren und der Männer-Elite auf dem Programm. In der Männer-Elite fehlte Seriensieger Sascha Starker (Team Recon). Er nahm an den Masters-Weltmeisterschaften in Varese teil und brachte den Titel mit nach Bensheim – Glückwunsch dazu. Ebenfalls fehlte Hannes Genze (Pfeil Magstadt), der die Silbermedaille von der WM mit zurückbrachte – ebenfalls herzlichen Glückwunsch. Damit war klar: Das Gelbe Trikot würde heute einen neuen Besitzer erhalten. Genze fiel nun nach zwei zweiten Plätzen und zwei Fehlterminen in der Gesamtwertung aus den Top 10.
Damit war Vorjahressieger Constantin Kolb (Team Recon) einer der Favoriten für den Tagessieg. Er sicherte sich bereits nach dem Start die erste Position im Rennen, was in den technischen, schlammigen Abfahrten vorteilhaft war. Ihm folgten Thomas Henrion (UC Haguenau) und Max Pfeil. Letzterer ging Ende der ersten Runde bei der Einfahrt auf die Zielgerade zu Boden, verlor wertvolle Zeit und damit das Hinterrad von Henrion. Dieser machte sich daran, Kolb an der Spitze einzuholen. Er hielt sich jedoch nicht lange damit auf und ging an Kolb vorbei; fortan führte er das Rennen an. Sein Vorsprung war zwar nie riesig, doch Henrion machte nicht mehr Fehler als der Verfolger und kam so als Erster ins Ziel. Kolb erreichte den zweiten Platz, was ihm genügte, um das Gelbe Trikot vor dem Heimrennen in Darmstadt zu übernehmen. Max Pfeil konnte nicht mehr zur Spitze aufschließen und kam als Dritter ins Ziel. Damit schiebt er sich näher an das Podium der Gesamtwertung heran. Hier liegen aktuell Christopher Henny (RSV Concordia Forchheim) und Sascha Starker.

Bei den Junioren liegt das Gelbe Trikot aktuell auf den Schultern von Tobias Leeb (Pfeil Magstadt). Er erreichte in Baiersbronn das Podium und konnte bisher konstant Punkte sammeln. Mit zwei Podien liegt Noah Kunz (VfR Baumholder) jedoch dicht auf und kann noch näher heranrücken. In Heidelberg siegte Tristan Gering (CC Etupes); er war in Rheinzabern jedoch nicht am Start. So übernahm Noah Kunz die Führung im Rennen und gewann von der Spitze – damit erreichte er seinen zweiten Sieg und rückte in der Gesamtwertung auf den zweiten Platz vor. Der zweite Rang ging an Valentin Marquardt (RC Bierstadt), und Tobias Leeb konnte auf Rang drei seine zweite Podiumsplatzierung verbuchen. Damit bleibt er in der Gesamtwertung weiterhin vorne.
Nun bleibt etwas mehr Zeit, die Räder zu putzen und die Klamotten sauber zu bekommen. Das nächste Rennen der Serie findet nach einer kurzen Adventspause am 28.12. in Darmstadt statt.

Gibt’s wo die Ergebnissliste?
Hi,
unter anderem hier 😉 https://cyclocrosscup.de/ergebnisse/
Also die Anfahrt nach der „Treppe des Grauens“ war echt grenzwertig und bot den Zuschauern einiges an Spektakel. An der Stelle nochmal Sorry für die kleine Kollision mit dem Zuschauer am Fuße der Abfahrt, aber es war so schlammig rutschig, dass es bei in mir hier in der dritten Runde nur geradeaus in den Acker mitsamt Schlammköpfer ging 😉…
Aber zum Glück auf allen Seiten nur ein kleiner Schreck und etwas Dreck….