Ende November ist immer Crunch Time im Crosscup. Zum zweiten Teil des Double-Headers geht es wieder in die Südpfalz nach Rheinzabern. Hier erwartet alle eine schnelle, aber anspruchsvolle Cyclocross-Strecke. Einige Höhenmeter verstecken sich auch auf der Runde, sodass jeder auf seine Kosten kommt, und auf der langen Zielgeraden gibt es auch genug Zeit und Platz für einen Sprint. Dazu gibt es die Chance, verlorene Punkte vom letzten Wochenende direkt wieder aufzuholen oder den Vorsprung weiter auszubauen.
In Heidelberg durften die Masters-Fahrer etwas ausschlafen, in Rheinzabern geht es wieder als Erste auf die Strecke. Obwohl am Wochenende auch die Masters-Weltmeisterschaften in Italien auf dem Programm stehen, haben alle Topplatzierten aus Heidelberg gemeldet. In der Masters-2-Klasse fehlt lediglich Andreas Schröder (Pfeil Magstadt). Tobias Kurz (Radsport Rhein-Neckar) und Marcus Bangert (TV Baiersbronn) stehen auf der Meldeliste und werden erneut ums Podium kämpfen, während Ronald Friedrich (Pfeil Magstadt) ebenfalls nicht am Start steht und damit seine Gesamtführung abgeben müssen wird.
Bei den Masters 3 ist Dirk Hemmerling (Team Recon) wieder mit dabei und wird den vierten Sieg im vierten Rennen anpeilen. Dabei wird keiner der beiden weiteren Podiumsplatzierten am Start stehen. Das gibt neuen Fahrern die Chance, einmal auf dem Podium zu stehen und ordentlich Punkte einzusammeln.
Der Dominator in der Masters-4-Kategorie, Thomas Hockauf (Delta Bike Cycle.Invest), ist auch wieder dabei und wird sich unter anderem mit den beiden Neupotzern Walter Antoni und Klaus Schmittgall auseinandersetzen müssen.
Dieses Mal heißt es dann etwas später starten für die Kategorien U15 männlich und weiblich sowie die männliche U17.
Bei den U15-Jungs ist Tom Kern (VC Nord Alsace) weiterhin in Gelb unterwegs. Er konnte bereits zweimal auf dem Podium stehen, doch noch kein Rennen gewinnen. Dies wird er in Rheinzabern erneut versuchen. Die größte Konkurrenz kommt dabei vermutlich aus Hausach. Hannes Sprenger konnte bei zwei Starts zweimal gewinnen und steht auch in Rheinzabern auf der Startliste. Damit kann er auch einen Schritt in der Gesamtwertung machen, denn es zählen nur die besten fünf Tagesergebnisse. Leviaz Brehier (VC Darmstadt) lag in Heidelberg auf dem dritten Rang und wird ebenso das Podium im Blick haben.

In den Nachwuchskategorien gibt es einige, die beinahe ein Heimrennen haben. Die Sportler:innen aus Wörth haben eine kurze Anreise. Dazu gehört auch Anna Rapp, die in Heidelberg in der weiblichen U15 gewann und damit auch den zweiten Sieg holte. Der brachte ihr weiterhin die Führung in der Gesamtwertung ein. In Heidelberg wurde sie von Camille Werner (VC Darmstadt) und Carla Seither (RSC Wörth) auf das Podium begleitet. Beide sind ebenfalls in Rheinzabern dabei. Camille steht auch in der Gesamtwertung auf dem zweiten Rang. Auch auf der Meldeliste steht Greta Kunz (VfR Baumholder), sie gewann in Herxheim und wird auch in Rheinzabern zu den Favoritinnen zählen.
In der U17 liegt das gelbe Trikot auf den Schultern von Jakob Rapp (RSC Wörth). Er erreichte in Heidelberg den dritten Platz. Vor ihm lagen Moritz Kunath (Pfeil Magstadt) und Gustav Grebe (RG Kassel). Letzterer ist nicht am Start, sodass hier nochmal wichtige Punkte gesammelt werden können. Rapp und Kunath lagen in den letzten Rennen immer sehr eng beieinander, aber auch Falk Schneeweiß (RV Gomaringen) hat noch gute Chancen in der Gesamtwertung und auf ein gutes Tagesergebnis.
Der Wetterbericht sieht so aus, dass in der U11 und U13 dieses Mal wieder gelaufen und geradelt wird. Bei der U11 ist der RSC Wörth mit insgesamt acht Sportlern am Start, dabei auch die drei erfolgreichsten in diesem Jahr: Jona und Levi Kölders sowie Matteo Haben. Allerdings wird Leonard Dambacher (Mithras Schwarzerden) versuchen, das schwarz-gelbe Podium zu verhindern.
Bei den U11-Mädchen wurde in Heidelberg etwas durchgetauscht und Rosa Weiß (RV Gomaringen) holte sich den Sieg. Sie ist mit dabei, genauso wie Laura Leveringhaus (RSV Seeheim) und Elisa Schaller (SC Hausach). Insgesamt stehen fast zehn Fahrerinnen an der Startlinie.
Bei den U13-Mädchen gibt es eine Fahrerin, die regelmäßig ganz oben auf das Podest fährt – und so war es auch in diesem Jahr bisher. Lea Tschacher (Mithras Schwarzerden) ist auch in Rheinzabern mit dabei und wird versuchen, ihre Siegesserie auszubauen. Karlotta Layer (TC Backnang) und Enni Kurz (SV Reudern) werden ihr ebenso Konkurrenz zu machen versuchen wie Bernadette Waldmüller (RVC Reute) und Ronja Vollmar (1. FC Kaiserslautern).
Bei den U13-Jungs wird es auch nochmal richtig voll auf der Strecke, denn beinahe 30 Kinder sind hier mit dabei – und davon nur zwei Wörther. Einer von ihnen ist Till Holle, der dieses Jahr bereits sehr erfolgreich war und sein gelbes Trikot verteidigen will. Endlich einen Sieg einfahren wollen bestimmt auch Erik Dambacher (Mithras Schwarzerden) und Laurin Sticha (Team Pfälzer Land), die auf den weiteren Plätzen in der Gesamtwertung liegen und immer vorne mitmischen.

Bei der U13 war es bereits voll auf der Rennstrecke, nun wird es deutlich voller, denn die Hobby-Kategorie ist an der Reihe. Knapp 80 Teilnehmer:innen in zwei Klassen sind am Start.
In der Kategorie unter 40 ist in Heidelberg die Siegesserie von Malte Knöll (AC Weinheim) gerissen. Er wird versuchen, eine neue zu starten. Dabei werden Levente Petak und Damian Braton (RRC Endspurt) versuchen, ihm das Leben schwer zu machen.
In der über-40-Kategorie geht es weiterhin denkbar eng zu. Denn die ersten drei liegen immer noch innerhalb von drei Punkten. Dabei fehlt allerdings noch Andreas Rath, der in Heidelberg sein Streichergebnis genommen hat, aber vorher zwei Rennen gewinnen konnte. Er hat dadurch das gelbe Trikot vorerst verloren, liegt aber natürlich trotzdem noch sehr aussichtsreich in Position.
Dann geht der Renntag auch schon fast dem Ende entgegen – aber nicht ohne die beiden Hauptrennen der Frauen und Männer.
Die Frauen Elite startet wieder gemeinsam mit den Juniorinnen, der weiblichen U17 und den Masters-Frauen. In der Frauen Elite sind insgesamt zehn Sportlerinnen dabei. In Heidelberg gab es eine Sprintentscheidung zwischen Lisa Heckmann (VC Darmstadt) und Jule Märkl (Canyon Sram). Letztere ist in Rheinzabern bisher nicht gemeldet, aber die drittplatzierte Theresia Schwenk (RSV Heidelberg) ist erneut mit dabei. Für sie geht es auch um wichtige Punkte in der Gesamtwertung, denn dort führt noch Diana Steffenhagen (Radsport Nagel). In den letzten beiden Rennen konnte Schwenk ein paar Punkte aufholen und sich in eine gute Position bringen. Für Heckmann geht es in der Gesamtwertung in diesem Jahr nicht mehr um den Gesamtsieg – umso schöner wäre ein Tagessieg.
In den beiden weiblichen Nachwuchskategorien sind die Meldeergebnisse ebenfalls erfreulich. Insgesamt vier Juniorinnen haben sich angemeldet. Mit dabei ist auch die aktuell Führende Lisa Koch (RVC Reute). Sie wird sich dieses Mal nicht nur gegen Zoe Zwanziger (Mainzer RV) durchsetzen müssen, die in der Gesamtwertung auf dem zweiten Rang liegt, sondern mit Claire Henrion (Entente Cycliste Thaonnaise) auch gegen Konkurrenz aus Frankreich. Ebenfalls mit dabei ist die Dritte der Gesamtwertung, Maja Lachmann (Frisch Auf Neuhausen).
Zweistellig ist das Feld in der weiblichen U17. Angeführt von Folkemina Sauer (RSV Seeheim) gehen elf Fahrerinnen auf die Strecke. Darunter unter anderem Lina Lohrmann (BikeAid), die bei ihrem einzigen Auftritt in Herxheim in diesem Jahr bereits gewinnen konnte, und auch Ottilia Waldmüller (RVC Reute) ist mit dabei. Sie liegt in der Gesamtwertung auf Platz zwei. Die Dritte der Gesamtwertung, Denise Schulz, ist nicht dabei. So wird es spannend zu sehen, wer sich in der Tageswertung durchsetzen kann.

Bei den Masters-Damen ist das Starterfeld in Rheinzabern etwas kleiner als gewöhnlich, aber mit Marlene Rommel (Endspurt Mannheim), der Siegerin aus Heidelberg, Tina Müller (RSC Neustadt), der Zweitplatzierten aus Herxheim, Julia Nikolopoulos (Team Recon), der Siegerin aus Baiersbronn, und Christine Hemmerling (Team Recon) auf jeden Fall hochkarätig besetzt.
Bei den Hobby-Damen liegt das gelbe Trikot sehr fest auf den Schultern von Julia Schwenk (RSV Heidelberg). Drei Rennen – drei Siege. Sie wird durch einen vierten Sieg versuchen, einen wichtigen Schritt in Richtung Gesamtsieg zu machen, denn Agnieszka Raczkowska ist ihr noch immer dicht auf den Fersen. Beide sind auch in Rheinzabern am Start. Der dritte Platz auf dem Podium war dagegen immer etwas umkämpfter. Justine Dambacher (RV Mehlingen) könnte hier die Favoritin sein.
In der Männer Elite fehlt das gelbe Trikot, da Sascha Starker (Team Recon) in Italien bei der Masters-WM im Einsatz ist. Dafür ist Vorjahressieger Constantin Kolb (Team Recon) mit dabei. Nachdem er in Heidelberg das Podium knapp verpasste, ist das die Chance, sogar einen Sieg zu holen. Max Pfeil, der in Heidelberg auf Platz zwei ins Ziel kam, wird versuchen, seinen ersten Sieg in der Rennserie zu holen. Nach drei Solosiegen von Starker kann das ein spannendes Rennen werden.
Bei den Junioren trägt Tobias Leeb (Pfeil Magstadt) das gelbe Trikot, er konnte es auch in Heidelberg verteidigen. Dort ging der Sieg nach Frankreich. Ebenfalls auf dem Podium standen Valentin Marquardt (RC Bierstadt) und Noah Kunz (VfR Baumholder). Kunz gewann bereits in Herxheim und kann hier den zweiten Sieg einfahren.
Es gibt also einige spannende Rennen in Rheinzabern – und auch die Chance, schon Vorentscheidungen zu fällen.

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