Grande Finale Mannheim

Weihnachten ist rum, das neue Jahr hat gestartet, die weißen Trikots mit dem dreifarbigen Brustring sind vergeben. Da fehlen nur noch zwei wichtige Ereignisse: die Cyclocross-Weltmeisterschaft und das Finale des elektroland24.de Cyclocross Cup p/b Wahoo. Letzteres fand am Samstag traditionell in Mannheim statt. Einige Gesamtsieger:innen standen bereits fest, andere mussten noch gefunden werden.

Alle Schnee- und Eis-Anspielungen für Mannheim lassen wir an dieser Stelle weg. Der Kurs in Mannheim lag wie gewöhnlich rund um und quer durch die Radrennbahn. Hinzu kam eine Passage auf dem angrenzenden Schulhof und dort eine neue kleine Sandpassage, wobei diese auch schon öfter eingebaut war, jedoch mehrfach zugefroren ist. Mit Frost hatte am Samstag niemand zu kämpfen, auch wenn die 15 Grad des Vortages leider nicht erreicht wurden. Das feuchte Wetter der Vorwochen machte sich kaum bemerkbar, lediglich die Oberfläche war etwas schmieriger als sonst. Mit Matsch muss man in Mannheim nicht rechnen.

Der erste Startpfiff ertönte dieses Mal schon um 9 Uhr, damit genug Zeit für Sieger:innenehrungen blieb. Den Auftakt machten die U15 und die männliche U17. In der Gesamtwertung der männlichen U15 stand Tom Kern (VC Nord Alsace) bereits als Gesamtsieger fest, sein größter Konkurrent Hannes Sprenger (SC Hausach) stand in Mannheim aber ebenfalls am Start. Hannes übernahm auch schnell die Führung im Rennen und zeigte, dass seine bisherigen drei Siege kein Zufall waren, und holte sich den vierten Sieg.

Dahinter entwickelte sich ein spannendes Rennen um die weiteren Podiumsplätze. Tom Kern bekam Konkurrenz von Louis Diederle (UC Hagenau). Die beiden fuhren gemeinsam das gesamte Rennen und setzten sich von den anderen Teilnehmern ab. Gemeinsam bogen sie auf die Zielgerade ein und Louis eröffnete den Sprint. Jetzt konnte Tom nicht mehr folgen und kam innerhalb einer Sekunde als Dritter ins Ziel. Damit standen zwei französische Sportler auf dem Podium.

In der Gesamtwertung siegte am Ende Tom Kern (100 Pkt.) vor Hannes Sprenger (88 Pkt.) und Felix Brüchner (Stuttgart-Vaihingen, 78 Pkt.). Der vierte Rang im Tagesergebnis und in der Gesamtwertung ging an Merwen Leviaz Brehier (VC Darmstadt, 74 Pkt.) und Lennard Layer (TC Backnang, 51 Pkt.).

Die Schülerinnen starteten direkt hinter den Jungs und lieferten einen ähnlichen Rennverlauf. An der Spitze setzte sich schnell Greta Kunz (VfR Baumholder) ab. Sie fuhr das Rennen souverän von der Spitze und wiederholte den Tagessieg aus dem letzten Jahr. Dahinter wurde es auch hier eng. Anna Rapp (RSC Wörth) und Karla Schweizer (Edelweiß Kandel) lieferten sich ein enges Rennen. Keine der beiden Sportlerinnen konnte sich absetzen, sodass es auch hier zum Sprint auf der Bahn kam, und der wurde besonders eng. Anna eröffnete hier den Sprint und Karla Schweizer konnte folgen. Am Ende reichte es knapp für die Wörtherin und sie kam eine halbe Radlänge früher ins Ziel. Das bedeutete Platz zwei im Tagesergebnis und Platz eins in der Gesamtwertung (102 Pkt.).

Für Karla Schweizer (72 Pkt.) reichte es damit für den vierten Platz in der Gesamtwertung vor Carla Seither (RSC Wörth, 65 Pkt.). Kamille Werner (VC Darmstadt, 86 Pkt.) erreichte im Tagesergebnis den fünften Platz und in der Gesamtwertung Rang drei. Die Tagessiegerin holte insgesamt 88 Punkte aus vier Rennen und wurde Zweite.

Der Gesamtsieg war in der männlichen U17 ebenfalls noch nicht vergeben. Moritz Kunath (Pfeil Magstadt) musste leider krankheitsbedingt absagen und damit sein gelbes Trikot „kampflos“ abgeben. Damit war die Chance für einige andere Fahrer da, den Gesamtsieg zu holen.

Gleich zu Beginn übernahm der Lokalmatador Frederik Graske (Endspurt Mannheim) die Führung im Rennen. Ihm folgte Linus Sturm (RSV Rheinzabern). Er konnte Graske zu Rennbeginn eine Weile folgen, musste dann aber abreißen lassen, sodass Graske recht souverän als Sieger ins Ziel kam. Dahinter blieben Linus Sturm und Moritz Dossche (RSG Frankfurt) nah beieinander und erlaubten einander keine Fehler. Am Ende war es aber doch Sturm, der sich den zweiten Rang sicherte.

Damit erreichte Sturm in dieser Saison je einen Platz auf dem Podium und insgesamt 60 Punkte. Diese reichten in der Gesamtwertung für den fünften Rang. Laurens Köhnlein (Badenia Linkenheim, 63 Pkt.) kam als Siebter ins Ziel und wurde Vierter in der Gesamtwertung. Ebenfalls in Mannheim nicht am Start war der Dritte der Gesamtwertung, auch er musste kurzfristig absagen. Der Gesamtsieg ging damit an Jakob Rapp (RSC Wörth, 75 Pkt.). Er trug bereits nach dem Rennen in Heidelberg kurzzeitig das gelbe Trikot und konnte es nun beim letzten Rennen zurückerobern.

Nach einer ganz kurzen Unterbrechung ging es direkt weiter mit dem Lauf der Kinder in der U11- und U13-Klasse. Die Gesamtsieger waren hier bereits vergeben, aber um die Tagessiege und alle Platzierungen wurde auch hier wieder richtig gekämpft.

Statt fand das Rennen im üblichen Format. Das heißt: erst ein Lauf im Innenraum, dann Radfahren auf der Strecke im Innenraum.

Schnellster Läufer bei den U13-Jungs war mal wieder Till Holle (RSC Wörth) vor Laurin Sticha (Team Pfälzer Land) und Erik Nenke (Eintracht Frankfurt). Schnellstes Mädchen war Karlotta Layer (TC Backnang), die in diesem Jahr immer stärker wurde und der Seriensiegerin Lea Tschacher (Mithras Schwarzerden) immer näher kam. Dies setzte sich im Radrennen der Mädchen fort. Karlotta fuhr direkt ein hohes Tempo und ließ Lea nicht näher kommen, erst ganz am Ende musste sie sich im Sprint geschlagen geben. Dies bedeutete den sechsten Sieg im sechsten Rennen und für Karlotta den fünften zweiten Platz. Beide sind aus demselben Jahrgang, sodass es hier im nächsten Jahr bestimmt spannend wird. Die beiden belegen mit 112 bzw. 100 Punkten den ersten und zweiten Platz in der Gesamtwertung. Den dritten Platz im Tagesergebnis und in der Gesamtwertung holte sich Enni Kurz (SV Reudern, 92 Pkt.), die fünf dritte Plätze in diesem Jahr erreichte. Auf den weiteren Plätzen kamen Katharina Lenz (SSG Bensheim, 76 Punkte) und Bernadett Waldmüller (RVC Reute, 76 Punkte) ins Ziel. Das war auch das Tagesergebnis. Ronja Vollmar (1. FC Kaiserslautern) wurde Sechste.

Bei den Jungs war es weniger eng. Die ersten drei verteidigten ihre Positionen in der Tageswertung, was ebenfalls dem Gesamtergebnis entspricht. Hier gewann Till Holle mit sechs Siegen insgesamt 112 Punkte vor Laurin Sticha (96 Punkte) und Erik Nenke (75 Punkte). Im Tagesergebnis erreichten Jim Galas (SV Kirchzarten) und Jan Zier (Viktoria Wombach) die weiteren Plätze. In der Gesamtwertung kamen Tobias Fas (Eintracht Frankfurt, 69 Punkte) und Nicolas Köhnlein (Badenia Linkenheim, 66 Punkte) auf Platz vier und fünf.

In der U11 der Jungs ergab sich ein Bild, das wir aus der Saison bereits kennen. An der Spitze waren im Laufen die beiden Brüder Levi und Jona Kölders (beide RSC Wörth). Sie waren vor Moritz Blim und Matteo Haben (ebenfalls RSC Wörth) im Ziel. Auf dem Rad blieben die ersten beiden Positionen unverändert, während Haben es dahinter schaffte, sich einen Platz zu verbessern. Er kam vor Kalle Möller (RSV Seeheim) und Moritz Blim ins Ziel.

Bei den Mädchen war Rosa Weiß (RV Gomaringen) die schnellste Läuferin vor Lise Klein (UC Vendenheim) und Nele Petak bzw. Ella Zimmermann (RSV Seeheim), die zeitgleich ins Ziel kamen. Auf dem Rad konnte dann Laura Leveringhaus (RSV Seeheim) noch einmal Plätze gutmachen und in der Tageswertung auf Platz drei vorfahren. Die ersten beiden blieben unverändert. Zimmermann und Petak mussten jeweils einen Platz nach hinten rücken.

In der Gesamtwertung bedeutete das bei den Jungs, dass auch hier Levi Kölders (112 Punkte) vor Jona Kölders (102 Punkte) gewann. Dritter wurde Matteo Haben (89 Punkte) vor Kalle Möller (79 Punkte) und Vincent Kunz (VfR Baumholder, 69 Punkte). Bei den Mädchen reichte Leveringhaus der dritte Rang, um die Gesamtwertung mit 102 Punkten zu gewinnen, vor Rosa Weiß mit 88 Punkten. Sie schob sich noch an Delia Schubert (84 Punkte) vorbei. Dahinter landeten Ella Zimmermann (79 Punkte) vor Emma Zimmermann (69 Punkte).

Für die HUNT-Nachwuchswertung zählen alle Platzierungen eines Vereins in den Klassen U11 bis einschließlich der U15. Bereits vor dem Start stand der RSC Wörth als Gesamtsieger fest, und auch Platz zwei lag bereits recht sicher beim RSV Seebach. Doch dahinter war einiges möglich. Edelweiß Kandel, Mithras Schwarzerden und der SC Hausach lagen insgesamt nur 15 Punkte auseinander – eine Differenz, die leicht geschlossen werden kann. Am Ende setzte sich aber Edelweiß Kandel durch und erreichte den dritten Rang vor Mithras Schwarzerden und dem SC Hausach. Für den Gesamtsieg durfte sich der RSC Wörth über einen neuen Laufradsatz von HUNT freuen. Die weiteren Platzierten konnten ihre Teamkasse etwas aufbessern, zusätzlich gab es noch ein kleines Präsent für alle. Schön, dass sich auch in diesem Jahr insgesamt fast 150 Sportler:innen in den sechs Rennklassen in die Gesamtwertung eingetragen und fleißig Punkte gesammelt haben. Besonders schön zu sehen war, dass an der Spitze auch viele Mädchen fleißig Punkte sammelten und vielleicht ein paar Teilnehmer:innen extra für die Teamwertung mitgebracht wurden und viel Spaß hatten.

Nach der großen Siegerehrung mit vielen lachenden Gesichtern wurde es Zeit für die Masters-Kategorien. Besonders in der Masters 2 war auf den ersten fünf Positionen noch einiges möglich.

Tobias Kurz (Radsport Rhein-Neckar) reichte eine Platzierung auf dem Podium, um den Sieg in der Gesamtwertung zu sichern. Marcus Bangert (TV Baiersbronn) hingegen brauchte einen Sieg und etwas Schützenhilfe, damit er noch in das gelbe Trikot schlüpfen konnte. Dahinter lagen noch vier weitere Fahrer eng beieinander.

Tobias Kurz setzte sich gleich zu Beginn ab. Allerdings ist es schwer, auf der Strecke in Mannheim einen großen Vorsprung herauszufahren, und auch beim letzten Rennen in Darmstadt setzte er sich ab, bis Marcus Bangert aufschließen und gewinnen konnte. Doch heute ließ Kurz nichts anbrennen und setzte sich souverän durch. Dahinter machte sich zunächst Bangert auf die Verfolgung. Später konnte Michael Walter (Gunsha-KMC) aufschließen und sich schlussendlich absetzen. Am Ende blieb also für Bangert Platz drei.

Dahinter wurde um jede Position gekämpft, denn jeder Punkt war entscheidend, da Platz drei bis sieben in der Gesamtwertung nur acht Punkte auseinanderlagen. Clemens Mühsinger (Endspurt Mannheim) musste sich früh vom Podium in der Gesamtwertung verabschieden und erreichte im Tagesergebnis den zwölften Rang. Benny Meyers (RRC Endspurt) nutzte seinen Heimvorteil und holte sich den fünften Platz in der Tageswertung. Damit schrammte er um drei Punkte am Gesamtpodium vorbei, da Mirko Volk (VC Frankfurt) als Sechster ins Ziel kam.

Bei den Masters 3 war die Ausgangslage klar. Gesamtsieger war bereits Dirk Hemmerling (Team Recon), der in Bensheim zeigte, dass er zu den stärksten deutschen Crossfahrern seiner Altersklasse gehört und sich den zweiten Meistertitel in Folge holte. Doch hinter ihm lagen Philippe Petithory (AC Bischwiller) und Dirk Fuxius (Team Recon) punktgleich auf dem zweiten Rang. Derjenige, der das bessere Ergebnis einfahren würde, sollte auch den zweiten Gesamtrang holen.

Die beiden behielten einander das ganze Rennen im Blick, während sich Hemmerling an der Spitze Stück für Stück absetzte. Petithory übernahm den zweiten Platz und setzte sich ein kleines Stück von Fuxius ab und schaffte es am Ende, zehn Sekunden Vorsprung ins Ziel zu bringen. Diese zehn Sekunden brachten Petithory (94 Pkt.) zwei Punkte mehr als Fuxius (92 Pkt.). In der Gesamtwertung siegte Hemmerling mit der maximalen Punktzahl von 112 Punkten.

In der Masters 4 war die Ausgangslage noch deutlicher. Thomas Hockauf gewann fünf von fünf Rennen und stand damit als Gesamtsieger fest, und auch Anton Ballat hatte seine Podiumsplatzierung sicher, da Klaus Schmittgall nicht auf der Meldeliste stand. Im Rennen wurde es jedoch spannend, da mit Jochen Scheibler ein starker Konkurrent für Hockauf am Start stand, und dieser ließ ihn nicht einfach wegfahren, sondern folgte ihm lange auf kurzer Distanz.

Hockauf bog allerdings als Erster in den Innenraum ein und schaffte es am Ende auch, den sechsten Sieg im sechsten Rennen zu holen. Scheibler kam wenige Sekunden später ins Ziel mit einem deutlichen Vorsprung vor Anton Ballat. In der Gesamtwertung ging der dritte Rang an Klaus Schmittgall vor Karl-Heinz Liebermann und Christian Mayer.

Nun blieb eine kleine Pause, um auch die Masters-Fahrer für die Tageswertung und die Gesamtwertung zu ehren, und für die Elite-Fahrer:innen war es die Chance, schon einmal ein paar Runden auf der Strecke zu drehen.

Im folgenden Rennen waren die weibliche Jugend U17, die Masters Frauen, die Juniorinnen und die Frauen Elite an der Reihe.

Mit dabei in der weiblichen Jugend war auch die deutsche Meisterin Laja Manz (RSC Neustadt). Im gelben Trikot stand Folkemina Sauer (RSV Seeheim) am Start. Sie hatte den Gesamtsieg bereits sicher, wollte diesen aber mit einem guten Ergebnis unterstreichen. Direkt ab dem Start übernahm Laja Manz die Führung und setzte ihre Gegnerinnen unter Druck. Im Laufe des Rennens konnte ihr keine der anderen Fahrerinnen folgen. Am nächsten kam ihr Lina Lohrmann (Bike Aid e. V.), die sich ebenfalls deutlich von den anderen absetzte und mit etwa zwei Minuten Rückstand Platz zwei belegte. Eine weitere Minute später kam die Gesamtsiegerin Folkemina Sauer über die Ziellinie.

In der Gesamtwertung folgten auf den Plätzen zwei und drei Ottilia Waldmüller (RVC Reute) und Denise Schulz (Edelweiß Oberhausen). Beide waren in Mannheim nicht am Start, da sie bei einer Maßnahme des Landesverbands waren. Lina Lohrmann erreichte mit ihrem zweiten Platz Rang vier in der Gesamtwertung vor Lonne de Graaf (Mainzer RSV), die in Mannheim den fünften Platz erreichte.

Ebenfalls über 30 Minuten waren die Masters Frauen am Start. Hier stand vor dem Start Julia Nikolopoulos (Team Recon) als Gesamtsiegerin fest. Ebenfalls am Start war Marlene Rommel vom ausrichtenden Verein Endspurt Mannheim. Sie übernahm auf ihrer Heimstrecke direkt das Kommando im Rennen und setzte sich von Nikolopoulos ab. Dies ist jedoch nicht allein auf den Heimvorteil zurückzuführen, denn Rommel gewann bereits in Heidelberg und erreichte in Darmstadt den zweiten Rang hinter Nikolopoulos.

Letztere konnte die Lücke zu Rommel nicht mehr schließen und erreichte in der Tageswertung den zweiten Rang. Für Rommel reichte der Tagessieg, um in der Gesamtwertung mit 80 Punkten noch auf Platz eins zu rutschen. Sie lag punktgleich mit Christine Hemmerling (Team Recon), die den fünften Rang erreichte. Ebenfalls 80 Punkte hatte am Ende Sabine Emunds (RSC Neustadt) zu verbuchen. Somit entwickelte sich ein äußerst spannender Kampf um das Podium.

Bei der Frauen Elite war der Gesamtsieg noch nicht vergeben. Im gelben Trikot stand Diana Steffenhagen (Radsport Nagel) am Start. Sie hatte bereits fünf Ergebnisse eingebracht und konnte dadurch nur noch Zusatzpunkte sammeln. Dahinter war Theresia Schwenk (RSV Heidelberg) platziert, die ihr Streichergebnis bereits genutzt hatte. Nicht mehr in das Duell um den Gesamtsieg eingreifen konnte Lisa Heckmann (VC Darmstadt). Sie hatte jedoch in Darmstadt und Heidelberg gezeigt, dass sie stets eine Kandidatin für den Tagessieg ist. Bereits eine Woche zuvor gewann Schwenk in Bensheim die Bronzemedaille vor Heckmann. Entsprechend war für ein spannendes Rennen sowohl um den Tagessieg als auch um die Gesamtwertung gesorgt.

Direkt zu Beginn setzten sich Schwenk und Heckmann gemeinsam ab. Schwenk führte das Feld in die erste vollständige Runde nach der verkürzten Startrunde. Im Laufe dieser übernahm jedoch Heckmann die Führung und bog gemeinsam mit Schwenk wieder in das Infield ein. Dort ließ Heckmann keine Zweifel aufkommen, setzte sich weiter ab und fuhr ihrem dritten Sieg in diesem Jahr entgegen. Schwenk musste infektbedingt etwas abreißen lassen und konzentrierte sich auf die Gesamtwertung, denn von hinten versuchte Steffenhagen, den Rückstand noch zu verringern und aufzuschließen. Sie kam zwar etwas näher, am Ende reichte es jedoch nicht, um den zweiten Platz in der Tageswertung zu erreichen.

Damit blieb für Steffenhagen am Ende der zweite Platz in der Gesamtwertung, und sie musste am letzten Renntag das gelbe Trikot abgeben. Sie erreichte insgesamt 98 Punkte und lag damit vier Punkte hinter Schwenk. Die 22 Punkte für Heckmann brachten sie am Ende auf 88 Punkte und damit Platz drei in der Gesamtwertung. So standen am Ende die drei Sportlerinnen auf dem Podium, die unter sich alle Tagessiege verteilt hatten. Estelle Petithory (AC Bischwiller, 78 Pkt.) erreichte den vierten Platz vor Hannah Frickenhelm (Team Recon, 69 Pkt.).

Bei den Juniorinnen siegte in der Tages- und Gesamtwertung Lisa Koch (RVC Reute). Sie stand bei fünf Rennen am Start und konnte alle fünf Rennen gewinnen. Zudem sammelte sie erste Erfahrungen gemeinsam mit dem Feld der Frauen Elite.

Dieses Mal gab es keine Pause für die Siegerehrung, denn es ging direkt im Anschluss mit der Männer Elite und den Junioren weiter, bevor alle sechs Rennklassen gemeinsam geehrt wurden.

In der Männer Elite stand Sascha Starker (Team Recon) zwar mathematisch noch nicht als Gesamtsieger fest, da er aber in Führung lag, obwohl er sein Streichergebnis bereits eingebracht hatte, war seine Ausgangssituation sehr gut.

Im Kampf um das Podium waren es Nick Willner (Schwalbe Trier), Christopher Henny (Concordia Forchheim) und Frank Gruber (Pfeil Magstadt), die die übrigen zwei Plätze unter sich ausmachten. Die Besetzung des Rennens war wieder einmal wirklich stark. Angeführt wurde das Feld von Lennart Krayer (RSG Mannheim), der in Bensheim auf Platz acht gefahren war. Ebenfalls wieder mit dabei war Hannes Genze (Pfeil Magstadt), der in Bensheim in der Masters-2-Kategorie den Meistertitel holte, und natürlich Sascha Starker, der mit vier Siegen aus vier Rennen und dem gelben Trikot im Gepäck anreiste.

Entsprechend gestaltete sich das Rennen an der Spitze. Genze gewann den Start und führte das Feld in die erste Runde. An seinem Hinterrad folgten Starker und Krayer. Letzterer nutzte seine technischen Fähigkeiten und übersprang die Hürden in der ersten Runde am schnellsten, übernahm damit die Führung und setzte die beiden anderen unter Druck. Diese schafften es nicht, wieder an sein Hinterrad zu kommen, doch gleichzeitig gelang es auch Krayer nicht, sich direkt deutlich abzusetzen. Der Vorsprung lag lange Zeit konstant bei wenigen Sekunden.

Kurzzeitig schaffte es Genze noch einmal, die Lücke zu schließen, musste Krayer aber schlussendlich nach etwa 40 Minuten doch ziehen lassen. Zu diesem Zeitpunkt lag Starker bereits etwas weiter zurück. Der Tagessieg ging somit an Krayer vor Genze und Starker. Letzterer sicherte sich damit den Gesamtsieg, und Genze sprang noch auf den fünften Rang in der Gesamtwertung.

Das Rennen um den zweiten Platz in der Gesamtwertung nahm Nick Willner früh in die Hand und fuhr ein offensives Rennen, das er auf Position sechs abschloss. Frank Gruber reichte ein achter Platz, um als Dritter auf dem Gesamtpodium zu stehen.

Bei den Junioren trug Tobias Leeb (Pfeil Magstadt) das gelbe Trikot, musste sich jedoch gegen einige Sportler behaupten, die ihr Streichergebnis bereits genommen hatten und dadurch vor dem Rennen in Mannheim noch deutlich aufholen konnten.

Das Rennen wurde am Start durch Ben Bachmann (SSG Bensheim) in die Hand genommen. Er setzte sich früh gemeinsam mit Noah Kunz (VfR Baumholder) ab und baute einen Vorsprung auf. Im Laufe des Rennens konnte Valentin Marquardt (RC Bierstadt) die Lücke nach vorne schließen. Zwischendurch wurde er durch einen Sturz zurückgeworfen, schaffte es jedoch erneut zu Kunz nach vorne und übernahm die Führung. Am Ende musste er Kunz dennoch ziehen lassen und kam als Zweiter vor Bachmann ins Ziel.

Tobias Leeb konnte dem Spitzentrio nicht folgen, erreichte jedoch den vierten Platz in der Tageswertung. Das reichte nicht, um die Führung gegen Noah Kunz zu verteidigen, jedoch für den dritten Platz in der Endabrechnung. Marquardt erreichte auch in der Gesamtwertung den zweiten Rang. Insgesamt sammelte er vier zweite Plätze, Noah Kunz gewann drei Läufe.

So langsam stand die Sonne nun etwas tiefer, allerdings standen noch zwei Rennen und drei Klassen auf dem Programm.

Zunächst trat die Hobbyklasse der Herren unter 40 gemeinsam mit den Hobbydamen an.

Im gelben Trikot stand Damian Braton (RRC Endspurt) als Lokalmatador am Start. Er hatte das Trikot in Rheinzabern übernommen und in Darmstadt verteidigt. Um es erneut zu verteidigen, musste er vor Malte Knöll (AC Weinheim) ins Ziel kommen. Beide starteten sehr gut und setzten sich gemeinsam ab. Sie bauten schnell einen ordentlichen Vorsprung auf, während von hinten Henrico Mächtel (RadUnion St. Johann) als Einziger näherkam.

Dann kam es zum Drama: Braton stürzte und beschädigte dabei seine Schaltung. Er musste einen Großteil der Runde mit dem Defekt weiterfahren, bis er auf ein geliehenes Rad wechseln konnte. Damit war die Spitze verloren. Inzwischen hatte sich Mächtel an Knöll vorbeigeschoben und erreichte das Ziel als Sieger. Braton kam am Ende als Vierter ins Ziel, dazwischen schob sich noch Finn Sauer (RSV Seeheim).

Damit blieb Braton (154 Punkte) am Ende der zweite Platz in der Gesamtwertung hinter Malte Knöll (156 Punkte) und vor Levente Petak (135 Punkte), der einen Punkt mehr sammelte als Daniel Sacan (m20 Karlsruhe). Der fünfte Rang ging an Jon Krüger (Post SV Tübingen, 93 Punkte).

Bei den Hobbydamen stand Julia Schwenk (RSV Heidelberg) bereits als Gesamtsiegerin fest. Dennoch wollte sie den sechsten Sieg im sechsten Rennen perfekt machen. Dabei hatte sie starke Konkurrenz durch Agnieszka Raczkowska, die in der Gesamtwertung auf Rang zwei lag. Am Ende war jedoch eine Newcomerin die Schnellste: Lena Schärtl (Kraichgau Biker Waibstadt) war am heutigen Tag nicht zu schlagen und sicherte sich den Tagessieg. Julia Schwenk wurde Zweite und gewann damit die Gesamtwertung mit 112 Punkten vor Agnieszka Raczkowska (94 Punkte), die in der Tageswertung Platz vier hinter Dunja Ripplinger belegte. In der Gesamtwertung wurde Susanne Koch (Orient Mainz, 75 Punkte) Dritte.

Den Abschluss machte die Hobbyklasse der Herren über 40 Jahre. Die komplizierte Ausgangslage war bereits im Vorbericht beschrieben worden. Klar war: Wenn einer der beiden Favoriten auf den Gesamtsieg gewinnt, ist er auch Gesamtsieger. Im gelben Trikot startete Jens Klaus (RV Mehlingen), ebenfalls dabei war sein ärgster Widersacher Andreas Rath.

Den schnellsten Start erwischte Sebastian Hohlbaum, doch anschließend übernahm Jens Klaus die Führung und baute diese Stück für Stück aus, während Rath versuchte, den Rückstand nicht zu groß werden zu lassen. Zur Rennhälfte gelang es ihm, den Vorsprung zu verkleinern und die Lücke zu schließen, sodass beide gemeinsam in die letzte Runde gingen. Dort setzte sich Rath ab und brachte am Ende zwei Sekunden Vorsprung ins Ziel. Da Rath und Klaus am Ende punktgleich waren, entschied das bessere Tagesergebnis zugunsten von Rath.

In der Tageswertung erreichte Michael Weick als Dritter das Ziel, nachdem er in Darmstadt – damals im gelben Trikot – aussetzen musste. Die beiden Erstplatzierten sammelten jeweils 161 Punkte und gewannen insgesamt fünf der sechs Rennen. Dahinter kam Michael Weick auf 154 Punkte vor Felix Meermann (Team Pfälzer Land, 151 Punkte) und Klaus Kunath (Pfeil Magstadt, ebenfalls 151 Punkte).

Damit ging ein langer und ereignisreicher Tag zu Ende und gleichzeitig die fünfte Auflage des Cyclocross Cups. Am Ende gilt der Dank allen Teilnehmer:innen und Helfer:innen. Ohne beide wären diese tollen Veranstaltungen nicht möglich gewesen.


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