Der Regen kam in Herxheim, aber so richtig erst, als das letzte Gitter und der letzte Stecken aufgeräumt waren. Zuvor hatte es zwar über Nacht etwas geregnet und die eine oder andere Stelle technisch erschwert, aber der große Regen blieb auch am Renntag aus. Am Morgen schaute sogar ein wenig die Sonne heraus.
Der Kurs wurde erneut leicht verändert, dieses Mal ging es zweimal zusätzlich den Damm hinab und wieder hinauf. Gerade der leicht schmierige Untergrund machte die Abfahrten und Kurven nicht leichter, sodass es einige verschmutzte Trikots und blutige Knie gab. Allerdings blieb alles ohne größere Zwischenfälle. Ganz einfach war es dennoch nicht.
Der Tag begann diesmal mit den Masters-Klassen 2, 3 und 4. Das war bereits ein Test für die Kapazität der Strecke, denn insgesamt standen knapp 100 Sportler in den drei Kategorien am Start. In der Masters-2-Klasse startete Ronald Friedrich im gelben Trikot, nachdem er in Baiersbronn den Sieg geholt hatte. Dort fehlten unter anderem Marcus Bangert (TV Baiersbronn), Andreas Schröder (Pfeil Magstadt) und Tobias Kurz (Radsport Rhein-Neckar). Diese drei machten nun in Herxheim das Podium unter sich aus. Tobias Kurz setzte sich in der zweiten Runde von seinen Begleitern ab und fuhr souverän ins Ziel. Dahinter wurde es enger: Andreas Schröder und Marcus Bangert drehten ihre Runden in Sichtweite zueinander. Kurz vor Schluss konnte Schröder noch einmal aufschließen, musste jedoch bei der letzten Hürdenpassage Bangert ziehen lassen. Der Gesamterste bleibt weiterhin Ronald Friedrich, der als Fünfter ins Ziel kam.
Bei den Masters 3 war erneut Dirk Hemmerling (Recon) das Maß aller Dinge. Er setzte sich bereits früh ab und stellte den Kontakt zur Masters-2-Klasse her, um auch dort Stück für Stück nach vorne zu fahren. Dahinter machte sich Thomas Fischer (Recon) auf die Verfolgung, begleitet von Stéphane Dumen (Vélo Sprint Eguisheim). So kamen die beiden auch ins Ziel – die erste von mehreren französischen Podiumsplatzierungen an diesem Tag.
Auch bei den Masters 4 gibt es einen Fahrer, der dominiert: Thomas Hockauf (CYCLE.INVEST Delta-Bike Crossteam) wurde erneut seiner Favoritenrolle gerecht. Er hatte den schnellsten Start und übernahm direkt zu Beginn die Führung. Dahinter belegten Jochen Scheibler (RV Blitz Oberbexbach) und Anton Ballat (VC Steinmaur) die Plätze zwei und drei. Die gelben Trikots blieben somit bei ihren Trägern.

Im folgenden Rennen wurde es spannend. In der Klasse der U15-Jungen und -Mädchen ging das Rennen über 20 Minuten, bei den U17-Jungen über 30 Minuten. Bei den U15-Jungen übernahm Adrian Wallner (RSV Götting Bruckmühl) schnell die Initiative. Er hatte bereits im vergangenen Jahr in der U13-Kategorie gesiegt und zeigte nun in der U15, dass er weiterhin zu den Besten gehört. Dahinter kamen Tom Kern (VC Nord Alsace) und Lennard Layer (TC Backnang) ins Ziel.
Das gelbe Trikot aus Baiersbronn war nicht am Start, sodass ein neues vergeben wurde. Dieses ging zunächst fälschlicherweise an Felix Brüchner (Stuttgart-Vaihingen). Nach kurzer Absprache mit Tom Kern wurde der Irrtum jedoch aufgeklärt und Tom das Trikot übergeben. Vielen Dank an beide Sportler für ihren fairen Sportsgeist – und das heißt ja nicht, dass das Trikot nicht trotzdem noch sportlich wechseln kann.
Das Rennen der U17-Jungen war vermutlich das spannendste des ganzen Tages. Schon früh setzten sich Lukas Young (Golazo Young Lions), Linus Sturm (RSV Rheinzabern) und Henrik Huber (RSV Hofweier) ab. Das Rennen ging über vier Runden, und die drei fuhren Rad an Rad, ließen sich nicht aus den Augen und nahmen sogar die Hürden gemeinsam. Erst in der letzten Runde konnte sich Huber absetzen und kam am Ende mit wenigen Sekunden Vorsprung vor Young und Sturm ins Ziel. Mit dem zweiten Platz sicherte sich Lukas Young das gelbe Trikot.

Bei den U15-Mädchen war mit Greta Kunz (VfR Baumholder) die Siegerin der U13-Kategorie aus dem letzten Jahr am Start. Aufgrund ihrer guten Saisonergebnisse galt sie als Favoritin. In der Gesamtwertung führte jedoch Anna Rapp (RSV Wörth). Ihrer Rolle wurde Greta Kunz gerecht, indem sie den Sieg holte. Mit dem zweiten Platz konnte Anna Rapp ihre Führung in der Gesamtwertung behaupten. Der dritte Platz ging an Karla Schweizer (Edelweiß Kandel).
Die Laufstrecke der Kids führte danach für beide Klassen entgegen der Zielgeraden ins Infield. Dort gab es eine Wende, und es ging zurück zum Ziel. Die schnellsten Läuferinnen und Läufer durften anschließend parallel als Erste ins Rennen gehen. Die U11 fuhr dann eine individuelle Runde durchs Waldstadion, durchs Infield und wieder zurück, während die älteren U13-Kinder eine komplette Runde auf der Rennstrecke absolvierten.
Nach dem Radfahren war Laura Leveringhaus (RSV Seeheim) bei den U11-Mädchen die Schnellste, vor Sofia Olszowies (SC Hausach) und Delia Schubert (Edelweiß Kandel). Bei den Jungen gab es erneut ein komplettes Wörther Podium: Es gewann Levi Kölders vor Jona Kölders und Matteo Haben. In der Gesamtwertung belegen die Wörther Jungen ebenfalls die ersten drei Plätze, an der Spitze liegt weiterhin Levi Kölders. Bei den Mädchen konnte sich Laura Leveringhaus die Führung holen.
Auf der großen Runde war bei den Mädchen Lea Tschacher (MSC Mithras Schwarzerden) am schnellsten und gewann vor Karlotta Layer (TC Backnang) und Enni Kurz (SV Reudern). Bei den Jungen gab es ebenfalls einen Sieg für den RSC Wörth: Till Holle siegte vor Erik Dambacher (MSC Mithras Schwarzerden) und Laurin Sticha (Team Pfälzer Land). In der Gesamtwertung führt Till Holle vor Laurin Sticha. Bei den Mädchen der U13 führt Lea Tschacher.
Im nächsten Rennen wurde die Kapazität der Strecke erneut auf die Probe gestellt, denn es war Zeit für die drei Hobbyrennen. An der Spitze der Herren unter 40 setzten sich recht schnell Malte Knöll (AC Weinheim) im gelben Trikot und Lutz Staake (VC Darmstadt) ab. Die beiden fuhren gemeinsam in die letzte Runde, in der Staake zu Boden ging und mit blutigem Knie als Zweiter hinter Knöll ins Ziel kam. Knöll verteidigte damit seine Führung in der Gesamtwertung. Auf Rang drei kam Carsten Räch (Team Pfälzer Land) ins Ziel.

Bei den Hobby-Masters setzte sich der Tagessieger aus Baiersbronn erneut an die Spitze des Rennens – und damit auch weiterhin an die Spitze der Gesamtwertung. Dahinter kam Michael Weick auf den zweiten Rang. Felix Meermann (Team Pfälzer Land) belegte, wie schon in Baiersbronn, den dritten Platz und liegt damit nun auch in der Gesamtwertung auf Rang zwei.
Bei den Hobby-Damen stand Julia Schwenk (RSV Heidelberg) im gelben Trikot am Start. Sie hatte in Baiersbronn gesiegt und konnte ihre Serie souverän fortsetzen. Dahinter kämpften Agnieszka Raczkowska und Anne Slosharek (Team Pfälzer Land) um die Podiumsplätze. Für Slosharek blieb am Ende der dritte Platz – ein gelungener Wiedereinstieg aufs Rad.
Im nächsten Block ging es für die Frauen Elite und Juniorinnen wie gewohnt über 45 Minuten und für die weibliche U17 sowie die Masters-Frauen über 30 Minuten um den Sieg und gute Platzierungen.

Bei der Frauen-Elite fehlten die beiden stärksten Fahrerinnen des letzten Jahres. Damals siegte Lisa Heckmann (VC Darmstadt) im Schlussspurt knapp vor Katharina Sieger (Radsport Rhein-Neckar). Dieses Jahr übernahm Theresia Schwenk (RSV Heidelberg) früh die Initiative. Zunächst konnte nur die Gesamterste Diana Steffenhagen (Team Nagel) folgen. Nach einem Sturz an den Hürden musste sie jedoch abreißen lassen. Danach wuchs der Vorsprung an der Spitze weiter an, und Schwenk fuhr einen ungefährdeten Sieg ein. Ihr folgten Steffenhagen auf Rang zwei und Sunny Geschwender (Radsport-Team Lutz) auf Platz drei. In der Gesamtwertung liegt Steffenhagen weiterhin vorne.
Bei den Juniorinnen kam es zu einem Duell zwischen Lisa Koch (RVC Reute) und Zoe Zwanziger (Mainzer Radsportverein). Obwohl Kochs Trikot deutliche Spuren eines Sturzes aufwies, konnte sie sich am Ende durchsetzen und gewann auch das zweite Rennen der Saison. Damit bleibt sie in der Gesamtwertung in Führung.
In der weiblichen U17 trafen die beiden prägenden Fahrerinnen des letzten Jahres wieder aufeinander: die Gesamtsiegerin Denise Schulz (Edelweiß Oberhausen) und die Gesamtzweite Lina Lohrmann (BikeAid). Die beiden führten auch dieses Rennen an, an dessen Ende Lohrmann die Schnellere war und den Sieg vor Schulz holte. Auf Rang drei kam die Siegerin aus Baiersbronn, Folkemina Sauer (RSV Seeheim).

Bei den Masters-Damen war erneut die Luxemburgerin Suzie Godart (CCI Differdange) am Start – Weltmeisterin in ihrer Altersklasse. Sie musste sich gegen insgesamt sieben weitere Fahrerinnen behaupten und erreichte am Ende den dritten Platz hinter Tina Müller (RSC Neustadt) und Sandrine Dumen (Vélo Sprint Eguisheim). Damit standen drei Nationen auf dem Podium. Den vierten Platz erreichte Julia Nikolopoulos (Team Recon), was ihr nach ihrem Sieg im ersten Rennen reichte, um die Gesamtführung zu behaupten.
Den Abschluss des Renntages bildeten die Junioren und die Männer Elite. Beide Felder waren stark besetzt: Insgesamt gingen 42 Elite-Männer und zwölf Junioren an den Start. Im letzten Jahr gab es ein spannendes Rennen zwischen Sascha Starker (Team Recon) und Jermaine Zemke (rembe-rad-net). Letzterer gewann damals, war aber dieses Jahr nicht am Start.
Das Rennen der Elite ging über acht Runden. Die veränderten Wetterbedingungen machten es leichter, Lücken zu reißen, sodass sich Starker bereits in der ersten Rennhälfte absetzen konnte und dem Sieg entgegenfuhr. Auf die Plätze zwei und drei kamen Hannes Genze (Pfeil Magstadt) und Constantin Kolb (Team Recon). Starker siegte bereits in Baiersbronn und konnte sein gelbes Trikot so verteidigen.
Für die Junioren waren fünf Runden angesetzt. Der Schnellste war am Ende Noah Kunz (VfR Baumholder) vor Ole Hagl (Stuttgart-Vaihingen) und Valentin Marquart (RC Bierstadt). Das gelbe Trikot übernahm Tobias Leeb (Pfeil Magstadt), der in Herxheim als Sechster ins Ziel kam.
Ein Renntag mit über 300 Teilnehmenden ging damit trocken zu Ende. Neben vielen regionalen Starterinnen und Startern konnten wir auch wieder einige französische Sportler:innen und Sportler begrüßen.

Hallo Cyclocrosscup-Team,
vielen Dank für euren Rennbericht. Aber eine kleine Anmerkung: mein Nachname ist nicht Fischer, sondern Friedrich – könnt ihr das bitte korrigieren?
Viele Grüße,
Ronald FRIEDRICH (RV Pfeil Magstadt, Masters 2)
PS: Vielen Dank für den tollen Cup! 👍
Hoppala So geht es nicht, danke 😉